"Es ist die Summe der einzelnen Schritte, die dich an dein Ziel bringt."

04.03.2022

Zurück im Laufschuh – Teil 3

Hinter mir liegen nun gute zwei Monate laufen und ich muss sagen es läuft nicht sonderlich gut. Ich hatte nach meiner jahrelangen Erfahrung mit einem schnelleren „Lauf-Flow“ gerechnet. Dieser ist aber immer noch so weit weg, dass ich mir kaum vorstellen kann, ihn jemals wieder zu spüren. Von Leichtigkeit und zelebrierter Flugphase kann ich nicht im Ansatz sprechen. Meine Laufschuhe lieben den Asphalt und kleben förmlich bei jedem Schritt so lange wie möglich an ihm. Mit viel Überredungskunst kann ich sie dazu motivieren doch eine minimalistische Flugphase zu generieren. Mein ganzer Körper fühlt sich ähnlich an. Träge und zäh. Aber ich akzeptiere dies. Es ist wie es ist und ich sollte darüber nachdenken, warum dies so ist und was mein Körper mir damit sagen möchte. Wir modernen Menschlein sind dazu geneigt Probleme immer nur mit unserem Verstand und „Ego-Denken“ anzugehen. „Natürlich“ magst du jetzt denken, „wie auch sonst?“

Mit „fühlen“ und ohne denken. Wir sind den lieben langen Tag kognitiv beschäftigt. Wir stehen morgens auf und nicht selten sind wir sofort drin in der Ablenkung: Social Media, Nachrichten, Zeitung, dann die Arbeit und immer wieder das Eintauchen in die digitale Parallelwelt. Wir kommen selten in die wahre Stille, in der wir fühlen können, was uns wirklich guttun würde. Ich für meinen Teil probiere mich schon seit längerer Zeit von dieser Ablenkung fernzuhalten. In den letzten Wochen habe ich jedoch meine Mitte etwas verloren. Dies lag an Problemen, die jedem Menschen immer wieder mal begegnen und die zum Leben dazu gehören. Auch wenn es dazu gehört, hat es mich viele Nächte Schlaf gekostet und hat sich nun auch auf meine körperliche Leistungsfähigkeit ausgewirkt. In Verbindung mit den Online-Trainings, die ich wieder begonnen habe, und der regulären Arbeit hat sich mein Energieniveau auf unterirdische Sphären abgesenkt. 

Diese Woche konnte ich meine geplanten Laufeinheiten nicht im Ansatz abtraben und fühle mich jetzt wie von einer Dampfwalze überfahren. Aber nun gut, auch dieses Gefühl gehört dazu und ich nehme es an. Auch wenn ich lieber vor lauter Energie strotzen würde.

Ich möchte diesen Beitrag nicht nutzen, um zu jammern, sondern um dir zu zeigen, dass auch bei mir nicht alles rund läuft. Auch wenn ich weiß, wie man theoretisch fit wird, heißt das noch lange nicht, dass dies in der Umsetzung auch funktioniert. Denn wir sind lebendige Systeme, die mit ihrer Umwelt interagieren. Wir werden alle von dem beeinflusst, was um uns herum passiert. Es macht auch was mit unserer Energie und unsere Energie wiederum macht etwas mit unserem Umfeld. Daher ist es umso wichtiger sich bewusst, um ein positives Energieniveau in sich und um sich herum zu sorgen.

Keine Energie in negative Energien stecken, denn das verstärkt nur die negative Energie.

Ich werde mich nun auf die Suche nach einer „Energieladestation“ für meine Energie machen. Im Notfall weiß ich ja, wo die Schokolade bei uns wohnt. Ich find, die darf auch hin und wieder mal ihr Potential als heilende Energiequelle ausleben.

Ich wünsche dir ein energiegeladenes Wochenende.

Viele sonnige Grüße

Marion

Admin - 10:24 @ Mindset, Eigene Trainingserfahrungen | Kommentar hinzufügen