Willkommen in meinem Trainingstagebuch


Dienstag, 21. Juli 2020

Liebes Tagebuch,

heute habe ich endlich wieder ein kleines Update für dich und dies in Form eines Filmchen. Ich wünsche dir viel Freude beim Zuschauen. Bis bald!


Samstag, 13. Juni 2020

Liebes Tagebuch,

jetzt ist schon knapp ein Monat seit meinem letzten Eintrag vergangen. Manchmal ist die Zeit wirklich ganz schön ambitioniert und rennt besonders schnell. Und schwuppdiwupp ist so mal eben ein Monat Lebenszeit verflogen und mit ihr ein ganzer Trainings- und Regenerationszyklus. Ich habe meine ersten drei Wochen Training mit meiner „Wochen-Pensum-Strategie“ erfolgreich gefinisht und habe sogar mittlerweile auch schon eine komplette 0 Woche und meine erste Trainingswoche im 2. Trainingszyklus hinter mir. Mein zweiter Trainingszyklus beinhaltet wieder die gleichen Disziplinen, allerdings in gewachsenem Umfang. Das bedeutet folgendes Wochenpensum für mich: 1000 Beinscherencrunches (gleichgeblieben), 1000 Kniebeugen (ebenfalls gleichgeblieben), 500 Liegestützen (100 mehr), 500 Kettlebellswings mit 16 kg (100 mehr), 125 Klimmzüge (25 mehr) und 40 km laufen (geblieben). Meine erste Woche mit diesen Umfängen hat eigentlich ganz gut geklappt. Allerdings habe ich mich bei den Liegestützen die letzten Tage etwas hängen gelassen und so musste ich heute echt dran ziehen bzw. ordentlich drücken, weil ich nämlich heute noch satte 145 Liegestützen machen „musste“. Da meine Woche nach wie vor von Sonntag bis Samstag geht, bin ich heute mit meiner ersten Woche fertig.

Vor dem Frühstück gab es einen wunderbaren, wenn auch sehr schwerfälligen Lauf durch die Felder. Danach habe ich dann alle restlichen Übungen für diese Woche vervollständigt. Das war zugegeben ganz schön zäh. 4 km laufen, 240 Kniebeugen, 180 Beinscherencrunches, 55 Kettlebellswings, 145 Liegestützen und 21 Klimmzüge. Aber danach fühlt sich der Körper großartig an. Du spürst auf sehr intensive Art und Weise jede einzelne Muskelfaser. Dein Magen knurrt furchteinflößend und die Haferflocken im Schrank verkriechen sich voller Angst in ihrer Tüte. Hmmm… und wenn du dich dann frisch geduscht, mit einem lecker duftenden Kaffee und deinem Frühstück an den Tisch setzt, dann freust du dich über jede einzelne Übung, jede Wiederholung und jeden Meter, den du gelaufen bist.

Und nun geht’s für mich heute in meine Heimat, ins wunderbare Rheinland. Und morgen startet Woche 2. Und hier habe ich für dich noch ein paar Impressionen aus meiner Woche.

Lass es dir gut gehen und bis bald!


Sonntag, 17. Mai 2020

Liebes Tagebuch,

heute möchte ich dir via Videobotschaft eine kleine Zusammenfassung meiner ersten Trainingswoche schicken. 

Viel Spaß beim Anschauen. 

Montag, 11. Mai 2020

Liebes Tagebuch,

ich habe mich zu einer neuen Form der Trainingsplanung aufgerafft. Und zwar habe ich mir einfach überlegt, wodrin ich besser werden möchte bzw. welche sportlichen Betätigungen mir Freude machen und „körperglobal“ betrachtet auch noch sinnvoll sind. Um den Rahmen nicht gänzlich zu sprengen, habe ich das Ganze auf sechs Disziplinen begrenzt. Dies stellt nur eine temporäre Konstellation dar und wird in den nächsten Monaten auch wieder geändert. Mein Plan wird nun für drei Wochen gültig sein oder vielmehr werde ich mich bemühen diesen in die Realität und echte Schweißperlen umzusetzen. Heute ist Tag zwei und ich bin voll im Soll. Aber nun will ich dir erst erklären, wie mein Plan funktioniert. Im Grunde ist es ganz simpel. Ich habe mir für jede der sechs Disziplinen ein Wochenziel gesetzt. Sprich ein zu erfüllendes Pensum. Wie ich das nun zusammen würfele, liegt in den Händen bzw. Klauen meines Schweinehundes. Hier siehst du meine Tabelle, die ich mir an unsere Mikrowelle gehängt habe:

Da mein erster Tag der Sonntag war, habe ich unten angefangen und arbeite mich nun von Montag bis Samstag wieder runter. Meine Woche geht somit von Sonntag bis Samstag. Ganz oben siehst du die jeweiligen Spalten mit meinen Trainingselementen und dem jeweiligen Wochenpensum. So kann ich jeden Tag eintragen, wieviel ich von jeder Sache abgearbeitet habe. Man kann nun durch „kleckern“ auf seine Umfänge kommen oder durch intensive, hochvolumige Workouts viele Wiederholungen innerhalb von kurzer Zeit generieren. Das Problem hierbei ist allerdings, dass solche Workouts wesentlich mehr Regenerationszeit in Anspruch nehmen als das „Gekleckere“. Andererseits ist es auch sinnvoll mal richtig zu klotzen und dann mal einen Tag gar nichts zu machen. Die Variation ist hier wichtig. Und ganz wichtig ist wie immer der Aspekt der Ruhe und Erholung. Denn die Leistung wächst nur im „stillen“ und ruhigen Kämmerchen und nicht während des lautstarken Geächzes beim Trainieren. Beim Trainieren holst du bestenfalls deinen Körper nur raus aus seiner bequemen Homöostaste, also seinem Gleichgewicht. Und dieses entstehende „Ungleichgewicht“ muss dein Körper in Phasen der Ruhe wieder ausbalancieren. Du kennst sicher dieses Prinzip der Superkompensation.

Meine ersten beiden Tage habe ich recht ruhig und wenig intensiv verbracht. Ich will mich nicht am Anfang komplett abschießen und mich erstmal an die einzelnen Übungen gewöhnen. Kniebeugen und Beinscherencrunches stellen für mich keine große Herausforderung dar. Diese kann ich in geringer Geschwindigkeit sehr ökonomisch abarbeiten. Wobei natürlich die Ökonomie einer Übung im Crosstraining nicht erwünscht ist. Hierzu findest du einen kleinen Vortrag in meiner Motivations-Werkstatt. Ich möchte allerdings gerade in diesen Übungen eine gewisse Ökonomie erreichen. Ich will wieder „leichtfüßiger“ und effizienter laufen können und ich möchte mit den anderen Übungen meinen Oberkörper kräftigen. Und ich will mehr Klimmzüge und Liegestützen schaffen. So viel zu meiner Zielsetzung, die daher eine Ökonomisierung und Spezialisierung in klar definierten Übungen darstellt.

Heute Morgen habe ich mich mit einer Freundin zum Laufen getroffen. Das erste Mal seit diesem „Corona-Krisen-Management“. Es war ein wunderbarer Lauf mit gefühlt 100.000 Tausend Wörtern. Allerdings war es ein wenig kalt, da wir letzte Nacht einen Temperatureinbruch hatten. Aber nun gut, das Leben ist kein immer wohl temperierter Ponyhof. Ponyhof schon, aber nicht mit einer konstanten Temperatur.

Vor meinem Lauf war ich noch schnell im hiesigen Einkaufsladen meinen Wocheneinkauf tätigen. Ich gehe tatsächlich nicht mehr gerne einkaufen und so packe ich alles in einem Einkauf zusammen und hoffe mit meinem Augenmaß im Laufe der Woche nicht zu verhungern. Und hierbei habe ich diesmal gar nicht mit einkalkuliert, dass ich jetzt mehr trainiere. Wenn du bald nichts mehr von mir hörst, habe ich mich wohl verschätzt und habe vor lauter Hunger ins Gras gebissen.

Nach meinem Lauf ging es nach Hause, um dort noch ein paar weitere Übungen von meiner Liste abzuarbeiten. Dies ging in die Kategorie „kleckern“. Ein paar Klimmzüge, Liegestützen, Kniebeugen und Kettlebellswings in geringen Wiederholungszahlen. Das bekanntlich auch Mist machende Kleinvieh.

Nach dem Frühstück habe ich dann viel am Laptop gearbeitet. Filme geschnitten, gelernt, geschrieben und die vielen, kleinen Zellen innerhalb meiner Schädelkalotte zur Aktivität verdonnert.

Damit das Mittagessen dann auch richtig schmeckt, habe ich dann aus den verbleibenden Übungen ein kurzes Workout gebastelt. Die Klimmzüge werden immer besser und das fühlt sich wirklich ziemlich gut an. Als Belohnung gab es dann einen Salat aus Spinat, gegarten Pastinaken, schwarzen Bohnen, angebratenen Sojabratlingen, zwei Spiegeleiern, Knoblauch, Kürbiskernen, Olivenöl, dem Saft einer Limette, vielen verschiedenen Gewürzen und Balsamicoessig.

Sehr lecker. Nach dem Essen sollst du ruhen oder 1000 Schritte tun. Ich habe mich für ersteres entschieden und habe dabei ein weiteres Webinar angeschaut. Danach habe ich noch etwas gelesen und gelernt und habe mir Gedanken über das Leben und meine derzeitigen Aufgaben gemacht. Dies nicht im negativen Sinne. Wenn man sowas schreibt, dann klingt das schnell irgendwie zweifelnd und unzufrieden. Das war es nicht. Im Gegenteil. Mir ging es um die vielen positiven Dinge im Leben, die vielen lieben Menschen, die einen umgeben und die Möglichkeiten, die man jeden Tag aufs Neue hat. Diese Tatsachen liegen leider oft unter einer undurchsichtigen Schicht aus „Alltagsstaub“ verborgen. Wir müssen ihn nur wegpusten und uns darauf konzentrieren. Ich lese unter anderem gerade ein Buch von Samuel Koch, einem verunglückten Turner, der nun sein Leben querschnittsgelähmt im Rollstuhl verbringt. Er inspiriert auf unglaubliche Art und Weise. Ich habe mir von ihm auch einen Spiralblock mit Sprüchen gekauft. Und hierbei habe ich heute Morgen diesen Spruch aufgeschlagen:

Darüber muss man einen Moment nachdenken. „Begegnungen zwischen Menschen sind dazu da, dass man aneinander wächst.“ Darüber werde ich noch einen Moment nachdenken. Vielleicht auch zwei Momente. Oder drei. In jedem Fall ein interessanter Gedanke. Mir fällt dazu gerade nur ein, dass mir die Begegnungen mit Menschen etwas fehlen. Ich kommuniziere durch meine Internetseite zu einem unglaublich hohen Prozentsatz ins "scheinbar" Leere hinein. Ich weiß zwar, dass da irgendwo am anderen Ende ein anderer Mensch sitzt und das liest, hört und sieht, aber mehr auch nicht. Von einer echten Begegnung kann da nicht die Rede sein. Und von einem echten "aneinander" wachsen, so wie Efeu an einen anderen Baum, schon mal gar nicht. Das klappt auch nicht mit Highspeed Internet. Ich glaube, dass diese Form der Internetbegegnung auch keine wirklich gesunde Form ist, aber zumindest eine Möglichkeit sich inspirieren zu lassen und vielleicht zumindest ein klein wenig zu wachsen.

Ich wünsche dir viele wachstumsbringende Begegnungen. Bis bald.

 

Samstag, 02. Mai 2020

Liebes Tagebuch,

heute gibt es für dich wieder einen kleinen Einblick in meinen Tag in Form eines kurzen Filmes. Falls du schwache Nerven hast, solltest du deinen Finger stets am Handy, Tablet oder der Tastatur haben, um den Ton gegebenenfalls auszustellen. Aber immerhin gibt es in diesem Beitrag auch wieder Stoff zum Nachdenken und dankbar sein. 

Viel Freude dabei und bis bald!


Donnerstag, 30. April 2020

Liebes Tagebuch,

heute vor 18 Jahren hatte ich meine Führerscheinprüfung. 30. Mai 2002. Das ist ganz schön lange her. Nach bestandener Prüfung strotzte ich vor Freude, Lebensdrang und dem Gefühl so richtig Erwachsen zu sein. Und frei. Distanzen hatten sich mit der neu erworbenen Mobilität von heute auf morgen komplett verändert. Man fühlte sich auf einmal viel freier und unabhängiger. Und heute 18 Jahre später erlebe ich einen Tanz in den Mai, an dem man sich nicht mehr ganz so frei und unabhängig fühlt. Und dies entstand beinahe auch über Nacht. „Corona“ hat innerhalb von ein paar Wochen unser Leben einmal auf links gedreht. Irgendwie probiert jeder für sich das Beste draus zu machen. Und einige arme Menschen verlieren in dieser Situation gänzlich die Fähigkeit nüchtern und kontextabhängig die Situation zu bewerten. Sie lassen sich treiben von dem Gefühl der Angst, das durch die Medien wie ein nervenbetäubendes, sich einschleichendes und einlullendes Gift versprüht wird. "Social Distancing" wird zu einem neuen Lebensgefühl, das sich womöglich nie wieder ganz aus unserem Leben verabschieden wird. Mund- und Nasenschutzpflicht beim Einkaufen und viele andere Einschränkungen haben unser Leben komplett im Griff. Hättest du mir das damals mit 18 erzählt, hätte ich es dir nicht geglaubt. Aber so ändert sich mit der Zeit das Leben und die Umstände.

Egal um was es sich handelt, man darf niemals Informationen aus seinem Gesamtkontext extrahieren und damit um sich werfen. Das verzerrt die Realität. Und das passiert seit Wochen in den Medien. Es sterben Menschen an Corona und das ist alles andere als schön. Das Problem ist jedoch, dass viele Menschen die meiste Zeit nicht wirklich liebevoll mit ihrem Körper umgehen. Sie gebrauchen ihn wie eine Maschine. Und ich fürchte, dass einige Menschen ihren Körper nicht so gut pflegen wie ihr Auto. Denn das bekommt gerne das beste Öl für den Motor und in der Waschstraße das teuerste Pflegeprogramm. Aber selbst fährt man nach der Waschstraße direkt weiter durch den nächsten „Drive in“ und gibt seinem Körper das schlimmste, verfügbare Futter was man sich nur vorstellen kann. Was tut so ein achtloser Umgang mit der Gesundheit? Ich möchte dir kurz zusammenfassen, was massenhaft Fertigprodukte, Zucker, Omega-6-Pflanzenöle und dieses permanente „Zuviel“ mit dir macht. Es frittiert, karamellisiert und mästet sämtliche Zellen, sowie deine komplette „Innenausstattung“. Auch wenn du vermeintlich nicht „vorerkrankt“ bist. Ab wann ist man „vorerkrankt“? Wann ist man gesund? Vollkommene Gesundheit ist ohnehin ein unglaublich schwer zu erreichender Zustand. Denn er beinhaltet nicht nur die Abwesenheit von Krankheit und Schmerzen, sondern auch psychisch und seelisch einen ausgeglichenen und glücklichen Zustand. 

Wenn ich mich sportlich jeden Tag auf Teufel komm raus an die Grenzen meiner körperlichen Fähigkeit prügle, dann mag ich vielleicht auch mit der Zeit in meiner Leistungsfähigkeit wachsen, sofern ich nicht sämtliche Regeln der Superkompensation missachte, aber ich werde meinen Körper auch schwächen. Und womöglich werden auf dieser Basis Teile meines Körpers, die für die Abwehr von Viren zuständig sind, zu kurz kommen. Würde man so einen Menschen als Risikogruppe bezeichnen? Als „vorerkrankt“? Nein, natürlich nicht. Man würde sich einfach nur wundern, warum dieser Mensch vielleicht einen stärkeren Verlauf einer Erkrankung durchmacht. Der Kontext ist wichtig. 

Der alte Mensch im Altersheim hat in der Regel (zu 80%) eine Mangelversorgung mit Mikronährstoffen. Zu wenig Vitamin D, Selen, Vitamin A und und und. Auch die Versorgung mit Aminosäuren, also Eiweiß, dem Baustoff für immunkompetente Zellen schlecht hin, ist mehr als defizitär. Das Ganze kannst du dir so vorstellen: Unser Körper ist ein Gummiboot. Die letzten Jahre haben wir es aber irgendwie nie aufs Wasser gelassen, weil wir es nicht benötigten. Und nun kommt auf einmal eine Überschwemmung und wir müssen unser Gummiboot benutzen. Dumm nur, dass einige Menschen ihr Gummiboot so gar nicht gepflegt haben und das Gummi porös und löchrig geworden ist. Jetzt probiert man panisch mit kleinen Pflastern (Mundschutz) zu verhindern, dass man auf hoher See untergeht. Hmmm… suche den Fehler. Wir sollten versuchen die Menschen zu einem gesünderen Leben zu motivieren. Es wird kein Leben (mehr) ohne gefährliche Viren geben, weil es die schon immer gegeben hat und die schon immer an der natürlichen Auslese beteiligt waren. Es ist meiner Meinung nach nicht der richtige Ansatz die Krankheit der Menschen weiter zu pflegen und Maßnahmen zu ergreifen, die das Leben nur noch in einer so derart ungesunden Form zulässt.

Die meisten Krankheiten sind hausgemachte Zivilisationskrankheiten. (Krankheiten, die genetisch bedingt sind, meine ich hier natürlich nicht.) Ich meine Krankheiten bzw. die Menschen, die sämtliche Eigenverantwortung für ihre Gesundheit in Form ihrer Versichertenkarte einmal im Quartal bei ihrem Arzt abgeben, um sich dann von Onkel Doktor wieder „einstellen“ zu lassen. Sie leben ihr Leben unverändert und unreflektiert weiter, bekommen mit Hilfe der Pharmaindustrie bestimmte „Gesundheits-Parameter“ wie Blutdruck und Blutzucker in die „Norm“ zurück gepresst und frittieren ihre Zellen fröhlich weiter.

Eigentlich wollte ich das gar nicht. Ich wollte von meinem Tag schreiben. Und nun habe ich dich mit so viel schwerer Kost erschlagen.

Menschen müssen sich in den Arm nehmen dürfen. Menschen müssen sich anlächeln können. Menschen müssen sich selbst um ihren Körper kümmern. Sie müssen ihren Körper liebevoll mit gesundem Essen und positiven Gedanken füttern. Sie müssen ihren Körper bewegen. Und sie müssen ihn entspannen. Und wenn sie viel Verlangen von ihm, dann müssen sie nach den Engpässen Ausschau halten und diese gezielt ergänzen. Der Kontext ist immer komplex. Aber essenziell wichtig.

Ich danke dir für deine Zeit. 

Und jetzt zum Runterkommen noch meinen Tag in Bildern. 

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Mittwoch, 22. April 2020

Liebes Tagebuch,

ich möchte dich heute teilhaben lassen an einer spontanen Idee. Hierbei handelt es sich keinesfalls um eine "Neuerfindung" oder gar einen bahnbrechenden Geistesblitz. Viel mehr ist es ein Gedanke oder eine Umsetzung, die ich schon lange einmal einführen wollte. Worum es geht und wie prächtig das Projekt geklappt hat, kannst du dir hier anschauen. 

Viel Freude und bis bald!


Donnerstag, 16. April 2020

Liebes Tagebuch,

im Moment häufen sich meine Aktivitäten hier im World Wide Web. Dies liegt zum einen an der Zeit, die ich gerade habe, da ich nicht wirklich viel arbeiten kann und dem Drang, den Gedanken und Ideen in meinem Hirnchen einen Weg nach draußen zu ermöglichen. Es ist ein wunderschöner, frühlingshafter Abend, mein Blick schweift hin und her zwischen Laptop, Lupinen-Kaffee und Garten. Nach langem Überlegen habe ich mich nur für entkoffeinierten Kaffee entschieden. Es hätte genauso gut ein Glas Apfelweinschorle oder gar Eierlikör werden können. Aber der Abend ist noch jung und die Seite noch so gut wie leer.

Heute Vormittag habe ich nach einer kleinen Runde Laptop-Arbeit einen sportlichen Zwischenstopp bei meinem Pony gemacht. Seine Motivation hielt sich mal wieder in Grenzen und nach seinem Gesichtsausdruck zu urteilen hätte er lieber eine Portion Eierlikör gehabt. Aber eigentlich strengt sich der Kleine nach den anfänglichen Versuchen mit furchtbar leidendender Körperhaltung mich davon zu überzeugen ihn doch direkt wieder abzusatteln, richtig an. Probieren kann man es schließlich mal.

Nach dem Reiten ging es wieder nach Hause und der Vormittag neigte sich dem Ende zu. Nach einer weiteren kurzen Stippvisite an meinem Laptop habe ich mir dann mein Mittagessen gebastelt. Rucola mit Tomate, Champignons, Avocado, Erdnüssen, Sojabratlingen, Spiegeleier, Zitronensaft, Himbeer-Balsamico und Olivenöl.

Ich bin in meiner Essenszusammenstellung immer etwas kreativ und so manch ein Leser meiner Essens-Kreationen hat sich schon darüber lustig gemacht. „Wie kann man sowas essen?“ Nun ja, vielleicht leide ich ja unter einer chronischen Geschmacksverirrung, einer „Dysgeusie“ oder gar einer „Ageusie“ wie sie etwa bei der Infektion mit SARS-CoV-2 auftritt. Somit wäre eine Infektion zumindest in dieser Hinsicht keine Umstellung für mich. Nun will ich nicht zu sehr über diese Erkrankung rum witzeln, da dieses Thema sehr sensibel behandelt werden sollte. Da muss ich Elefant im Corona-Porzellan-Laden mal ein wenig aufpassen und meinen tollpatschigen Rüssel nicht so unbeschwert in der Gegend rum schlenkern. Ich möchte mich nicht zu sehr mit Corona beschäftigen, weil dieses Thema uns zurzeit ohne hin nicht loslässt. Es klebt an unserer Aufmerksamkeit wie eine metallisch glänzende Schmeißfliege auf einem frisch designten Kuhfladen. Es ist ein unglaublich emotionales Thema. Jeder hat seine ganz eigene Meinung, die mit sachlichen Argumenten nicht in eine andere Richtung verändert werden kann. Ich habe meine Meinung in den letzten Wochen bzw. schon beinahe Monaten irgendwie mehrmals geändert. Fakt ist, dass sich jeder seine eigenen Informationsquellen sucht. Die Schwierigkeit besteht darin, sehr emotional aufbereitete Berichterstattungen differenziert zu betrachten. Wenn man mit Statistik um sich schmeißt, die beweist, dass der Erreger weniger Schaden anrichtet, als erwartet, die Krankenhäuser quasi leer stehen und die aktuelle Sterblichkeit durchschnittlich ist, dann wird man schnell als unmenschlich dar gestellt, dem die armen alten Menschen egal sind. In Ländern, wie Schweden, die sehr übersichtliche Maßnahmen ergriffen haben, sind die Auswirkungen von COVID-19 und mit der damit assoziierten Sterblichkeit auf einem vergleichbaren Niveau, wie in Ländern mit massiven Eingriffen. Außerdem gibt es bereits Länder wie Großbritannien, die veröffentlicht haben, dass die Maßnahmen eine höhere Letalität aufweisen als das gekrönte Virus. Ich könnte noch ein paar weitere, erstaunliche Fakten zitieren, aber eigentlich möchte ich das nicht. Ich wollte auf eine Sache hinaus. Und dafür musste ich einen kleinen Rahmen schaffen. Ich möchte dir etwas von Kinesiologie erzählen. Vielleicht hast du davon schon mal was gehört. Sie beschäftigt sich unter anderem mit den Energien in deinem Körper. Deiner Lebensenergie. Mit einfachen Tests kannst du ziemlich schnell herausfinden, welche Dinge dich in deiner Lebensenergie schwächen und welche dich stärken. Und an dieser Stelle sei erklärt, dass eine aus dem Gleichgewicht geratene Lebensenergie oder gar eine in Luft aufgelöste Lebensenergie den Anfang einer jeden Erkrankung darstellt. Dies klingt jetzt für den naturwissenschaftlichen Menschen, der seine Beweise für alles haben möchte, etwas abstrakt. Aber ich will dir ein Beispiel geben. Ist dir schon mal etwas Schreckliches widerfahren? Ein Unfall? Oder kannst du dich daran erinnern, wie dir jemand von einem Tod eines Angehörigen berichtet hat? Dieses Gefühl, dass dir dabei durch Mark und Bein geht ist die schlimmste Form von so einer Schwächung. Sie kann dich sogar augenblicklich von den Beinen holen. Im Kleinen passiert sowas aber jeden Tag. Wir tun Dinge, die uns schwächen oder stärken, wir begegnen Menschen, die uns schwächen oder stärken, wie essen Lebensmittel, die uns schwächen oder stärken usw. Da wir die meiste Zeit in unserem analytischen Kopf leben und uns wenig mit den sehr leisen und nonverbalen Signalen aus dem Körper beschäftigen, bekommen wir nicht mit was wir unserem Körper und unserer Gesundheit oft antun. Um die Energie zu schwächen reicht bereits der Anblick einer Person, die eine pessimistische Ausstrahlung besitzt. Alle Verhaltensweisem, die wir gerade hysterisch und voller Panik aus der Angst vor diesem Virus heraus praktizieren, schwächen unsere Lebensenergie so dermaßen, dass wir Tür und Tor öffnen, für sämtliche Zustände, die nichts mit Gesundheit zu tun haben. Wir brauchen den Kontakt zu anderen Menschen, wir sind Herdentiere. Wir wollen nicht Tag ein und Tag aus von fremden Menschen angeschaut werden als wären wir EBOLA höchst persönlich. Dies schwächt unsere Energie ebenfalls.

Zum Glück gibt es noch immer viele, viele Menschen, die sich nicht getrieben von der medialen Panikmache, verhalten wie stolze Homo Sapiens mit Hirn und Herz. Eine Krise spült die wahren Charaktereigenschaften und Qualitäten an die Oberfläche. Ich möchte die Gefahr nicht ignorieren und habe Verständnis für die Angst, um Angehörige, aber ganz ehrlich denke ich schon seit Jahren über die Endlichkeit unseres Leben nach und bin mir bewusst, dass unsere lieben Familienmitglieder und Freunde mit jedem Jahr ein höheres Risiko bekommen an irgendeiner Krankheit zu erkranken. Und was hilft uns da? Mit Sicherheit keine Panik, Angst oder irgendein anderes negatives Gefühl. Wir brauchen Liebe, Mitgefühl, Lachen, Freude und weiß der Geier was noch für grandios positive Emotionen, um unsere Lebenskraft zu stärken. Und Apfelwein. Ich glaub, der Zeitpunkt ist gekommen mir ein Glas Apfelweinschorle hinter die Binde zu kippen, mir einen albernen Hut aufzusetzen, die Musik laut aufzudrehen und auf dem Tisch eine Runde Quickstepp zu tanzen. (Ich kann nicht tanzen. Weder Quickstepp noch irgendeinen anderen Tanz.)

Contenance.

Gut. Ich fass nur nochmal kurz zusammen: unsere Lebensenergie und Gesundheit werden durch feinste Nuancen, die in Verbindung mit einem negativen Kontext stehen, extrem geschwächt. Ergo, das was wir gerade tun ist unabhängig von den riesenhaften wirtschaftlichen Schäden und die damit verbundene existentielle Not, eine absolute Katastrophe für unsere Gesundheit. Fühl mal in dich hinein. Du wirst sofort spüren, was ich dir gerade kinesiologisch versucht habe zu erklären. Schau dir einen lustigen Film an oder mach irgendwas anderes, was dich zum Lachen bringt. Stell dich auf den Balkon und sing Helene Fischer oder irgendwas anderes, was die Nachbarn erfreut. 😉 Oder guck doch lieber einen lustigen Film. Ist sicherer. Und dann fühl nach einem richtigen Lach-Flash mal in deinen Körper. Oder erinnere dich an eine Situation, in der du Tränen gelacht hast. Oder lächele einfach so. Auch das gibt deinem Körper ein positives Feedback.

Ich habe übrigens noch keinen Apfelweinschorle getrunken.

Mein Nachmittag gestaltete sich recht ruhig. Ich habe die Sonne genossen und meinen Körper dazu veranlasst Vitamin D zu bauen. Nach der Ruhe gab es natürlich nochmal Sturm. Trainings-Storm. Ich liebe es, mir mein Essen zu verdienen und so wollte ich vor dem Abendessen noch ein kleines Workout machen. Nach einem kurzen „Brain-Storming“ folgte dann das „Train-Storming“. Beinscherencrunches 100 Wiederholungen gefolgt von 100 m Ausfallschritte mit 4 kg Kettlebell overhead press. Zu Deutsch: ich habe eine 4 kg Kettlebell in einer Hand über den Kopf gestreckt und habe mich dann mit Ausfallschritten durch den Garten bewegt. Auf dem Hinweg habe ich die anfänglich leichte Kugelhantel in der linken Hand getragen und auf dem Rückweg in der rechten. Natürlich wurden die 4 kg standesgemäß mit jedem Schritt schwerer. Wie soll es auch anders sein.


Davon habe ich dann zwei Serien gemacht.  Ich gestehe, dass ich zu Beginn dachte, ich könnte sogar drei Serien machen. Am Ende der ersten Serie hatte ich dann aber bereits Sorge mir könne meine Beinmuskulatur platzen und Sauerei im Garten machen. Aus hygienischen Gründen habe ich dann eben nur zwei Serien gemacht. Zustande kamen somit 200 Wiederholungen Beinscherencrunches und 200 m Ausfallschritte mit 4 kg einarmig über Kopf.

So, jetzt ist die Apfelweinschorle aber intus.

Mein Abendbrot nach dem Workout war ziemlich klassisch. So sieht es meistens aus, mit leichten Variationen. Dinkelwaffel, Knäckebrot mit Rohkost und diversen Aufstrichen, Aufschnitt und Käse.

 

Nun ist es an der Zeit auf dem Tisch zu tanzen oder Helen Fischer im Garten zu singen. Vielleicht lege ich mich auch einfach auf die Couch und stöbere in meinem Kinesiologie Buch oder meiner neuen Errungenschaft „Warum glückliche Kängurus höher springen“.

Bis Bald!


Mittwoch, 15. April 2020

Liebes Tagebuch,

heute habe ich mich mal an eine von vielen "Trainings-Baustellen" begeben. Irgendwie schlafen verschiedene Dinge mit der Zeit ein und geraten in Vergessenheit. Und dann fallen sie einem plötzlich wieder ein und voller Motivation und ja sogar ein wenig Übermut begibt man sich an ein Workout...

Sonntag, 12. April 2020

Liebes Tagebuch,

ich wünsche dir ein wunderschönes Osterfest! In diesem Jahr unter etwas sonderbaren Bedingungen, aber es liegt wie immer an einem selbst, was man draus macht. Ich möchte dir heute meine Oster-Aktivität präsentieren. Viel Spaß beim Zuschauen. Und lass dich gerne motivieren. 


Samstag, 04. April 2020

Liebes Tagebuch,

heute gab es für mich aus sportlicher Sicht nicht viel. Außer der Radfahrt zur Arbeit und diesem kleinen Miniworkout, was ich dir als kleinen Film zusammengeschnitten habe. 

Lass dich inspirieren und genieß das frühlingshafte Wetter.


Freitag, 27. März 2020

Liebes Tagebuch,

heute bekommst du wieder einen kleinen Einblick in mein Leben in Form eines Filmes.

Ich wünsche dir viel Spaß und eine gesunde Zeit der Entschleunigung.

Bis bald!


Sonntag, 15. März 2020

Liebes Tagebuch,

das Thema Corona-Virus ist in den letzten Tagen zu dem weltweiten Thema Nr. 1 geworden. Zum jetzigen Zeitpunkt werden fast minütlich Information zu den Maßnahmen der verschiedenen Länder veröffentlicht. Viele Länder sind schon unter Quarantäne und lassen keinen mehr ins Land rein. Schulen, Kindergärten, Geschäfte werden geschlossen und das „öffentliche Leben“ so gut es eben geht verhindert. Bei all den Maßnahmen bleibt jedoch noch immer ein Bodensatz an Menschen, die all diese Maßnahmen nicht ernst nehmen und nicht in der Lage sind, mal für ein paar Wochen oder Monate -wer weiß das schon so genau- ihre Hobbys und Freizeitbeschäftigungen, die verbunden sind mit sozialen Kontakten, zu unterlassen. Und dies nicht etwa auf ihre eigenen Kosten, sondern auf die der gefährdeten Zielgruppe. Und dann wäre da auch noch diese Massenpanik, die sich durch irrsinnige Hamstereinkäufe in Form von tonnenweise Klopapier, Mehl und Nudeln äußert. Ich frage mich gerade des Öfteren was los ist mit der Krone der Schöpfung.

Ich war die letzten beiden Tage mit meinem Freund „isoliert“ in einer Ferienwohnung im Sauerland. Wir haben gefühlt den gesamten Samstag damit verbracht Pläne zu machen, wie unser Betrieb in der Apotheke in den nächsten Tagen sinnvoll und den Umständen entsprechend umzusetzen ist. Unsere Stammkundschaft besteht zum Löwenanteil genau aus den Menschen, die zu den gefährdeten Personenkreisen gehören. Leider mussten wir in den letzten Tagen und Wochen feststellen, dass diese aber keine Änderung ihres Verhaltens zeigen. Sprich, sie halten keine Sicherheitsabstände ein, sie lecken ihre Finger ab, um ihre Rezepte auseinander zu bekommen und wollen im gleichen Atemzug Desinfektionsmittel und Atemmasken, sowie einen Vorrat ihrer Dauermedikation hamstern. Mit anderen Worten, sie sehen die Gefahr durchaus und man spürt die Angst vor allem hinsichtlich eines Lieferengpasses ihrer wichtigen Medikamente und gleichzeitig beherzigen sie nicht das Wichtigste überhaupt: das Fernhalten von anderen Menschen und einfache Hygienemaßnahmen, wie die Finger aus dem Gesicht lassen. Wir wollen nun versuchen unseren Kunden den Weg zum Arzt und die Apotheke zu ersparen und in Kooperation mit unserem Arzt die Medikamente den Patienten nach Hause zu liefern und diese vor die Tür zu stellen. Außerdem klinken mein Freund und ich uns aus der normalen Arbeitszeit aus, arbeiten spät abends und früh morgens vor der Öffnung, um im Corona-Fall in unserer Apotheke den Betrieb auffangen zu können, da wir isoliert von den anderen Mitarbeitern waren. Da es vom Gesundheitsamt und der Infektionsschutzstelle keinerlei Ideen und Vorschläge gibt und keiner genau weiß, was zu tun ist, wird dies ein persönliches Pilot-Projekt. Da wir auch noch eine Filial-Apotheke haben, werden wir auch hier nach Feierabend Liegengebliebenes aufarbeiten. Das heißt mit anderen Worten, die nächsten Tage, Wochen oder weiß der Geier wie lange werden geprägt sein durch einen absolut unvorhersehbaren Notstand. Wir probieren so gut es geht die betroffenen und gefährdeten Menschen in unserem Dunstkreis raus zu halten, die Versorgung mit Medikamenten weiter zu gewährleisten und so gut es geht auch unser eigenes Team zu entlasten und zu schützen. Meine eigentlichen Interessen, Hobbys und Schwerpunkte werden dann mal hintenangestellt. Wir kommen immer wieder an den Punkt, an dem wir uns fragen, ob das wirklich alles nötig ist oder ob wir einfach so weitermachen, wie bisher. Gemäß dem Motto Augen zu und durch. Aber dann kommen wir doch zu dem Ergebnis, dass wir alles probieren wollen, was in unserer Macht liegt. Also, es kann durchaus sein, dass mein Tagebuch demnächst etwas zu kurz kommt. Ach, da fällt mir doch auch noch ein, dass mein Halbmarathon am Timmendorfer Strand abgesagt wurde. So wie jede große Veranstaltung zurzeit. Aber das fühlt sich gerade für mich irgendwie nebensächlich an. Ich hoffe, dass wir das alles in ein paar Monaten einigermaßen gesund überstanden haben, vielleicht als eine noch mehr zusammen gewachsene Gesellschaft, die wieder verstanden hat, auf einander aufzupassen und auch die schwächeren Mitglieder zu beschützen. Ich hoffe außerdem, dass diese aggressiven und gleichermaßen lächerlichen „Klopapier-Verteidigungskämpfe“, die sich teilweise in den Läden dieser Welt ereignet haben, sowie die Individuen die weiter ihre sozialen Kontakte pflegen und sich nicht zum Schutze der Allgemeinheit einschränken wollen, zu den Ausnahmen zählen. Ich danke dir für deine Zeit, dein Interesse an meinem Tagebuch und wünsche dir eine gesunde Zeit. Pass gut auf dich, deine Familie und Freunde auf. Vielleicht indem ihr einfach die nächsten Wochen nur telefoniert. Und vielleicht kannst du ja auch Eltern, Großeltern oder anderen „Risiko-Menschen“ das Einkaufen abnehmen und vor die Tür stellen etc. Egal, wie das Ganze ausgeht. Vielleicht sind diese Maßnahmen nicht nötig. Schlimm ist allerdings, wenn man irgendwann denkt „hätte ich mich doch isoliert oder hätte ich doch dafür gesorgt, dass XY sich isoliert“.

Also, Maßnahmen zur Reduktion von sozialen Kontakten: Ja.

In Massen-Panik ausbrechen: Nein.

Ganz in Ruhe das tun, was hilft Zeit zu gewinnen und die Durchseuchung zu verlangsamen. Bis bald!

 

Samstag, 07. März 2020

Liebes Tagebuch,

heute gibt es für dich wieder eine mündliche Zusammenfassung meines derzeitigen Trainings. Viel Spaß mit meinem kleinen Film und dir alles Gute auf deinem Trainings- und Lebensweg.


Sonntag, 1. März 2020

Liebes Tagebuch,

es ist sehr faszinierend wie uns gerade das Leben lehrt, wie klein und mickrig wir Menschen mit unseren Plänen und Lebensinhalten sind. Was ich damit meine? Seit mehreren Wochen oder gar schon Monaten herrscht wettertechnisch ein ziemlicher Ausnahmezustand. Oder ist diese Ausnahme vielleicht die neue Regel und der Sturm gehört einfach dazu? Wie dem auch sei. In jedem Fall wurden wir die letzte Zeit mehrfach dazu gezwungen auf Grund von Unwetterwarnungen unserem geregelten Alltag nicht in der Form nachzugehen, wie wir es gewohnt waren. Sprich, eine höhere Gewalt hat uns einen Strich durch unsere Routine gemacht. Als sei dies nicht ausreichend eindrucksvoll für den kleinen, sich als König der Welt fühlenden Homo Sapiens, folgte nun die für meine Begriffe stattfindende „Pandemie“ des Erregers COVID-19 oder kurz „Corona Virus“. Die öffentliche Betitelung bleibt jedoch bei der Definition Epidemie, wobei sich das Virus bereits über alle Kontinente verteilt hat. Auch wenn es noch keine totale Eskalation und Gefährdung darstellt, so ist gemäß der Definition zumindest eine weltweite Verteilung erfolgt und es kann keine Rede mehr von „begrenzter“ Verbreitung einer Krankheit sein. Aber die Politik sträubt sich dagegen das Kind beim richtigen Namen zu nennen. So haben wir also ein zweites machtvolles Instrument der Natur kennen gelernt bzw. lernen es gerade erst kennen. Ich mit meinen jungen 36 Jahren habe eine solche Hysterie um einen Erreger bisher noch nicht kennen gelernt. Aber durchaus ist mir dieses Werkzeug des Lebens bewusst. Man bezeichnet es auch als natürliche Selektion. Dies gibt es schon länger als Netflix und das Butterbrot mit Erdbeermarmelade und es wird auch noch existieren, wenn wir Menschen nicht mehr da sind. Denn Viren und Einzeller sind aus evolutionärer Sicht erfolgreicher als wir wesentlich komplexeren, autofahrenden, Fastfood essenden und online lebenden Homo „modernicus“ Sapiens. Ich beziehe mich damit auf die breite Masse und nicht auf uns. Auch wenn wir eine gewisse Zeit online verbringen und vielleicht auch schon mal Fastfood gegessen haben. Ich meine damit die breite Masse, die angeblich die Krönung der Schöpfung darstellt. Und diese Breite Masse verfällt gerade in eine absolute Panik auf Grund eines Virus, der sich explosionsartig über den ganzen Planeten verteilt. Aber die lebensbedrohliche Hysterie hat auch wirklich seine Grenzen. Wenn es zum Beispiel ums Karneval feiern geht oder ums Fußballgucken im Stadion. Da hört der Spaß nämlich auf. Aufs Karneval feiern mit Alkohol und Menschenmassen, sowie der gleiche Spaß im Fußballstadion will der Mensch nicht verzichten. Da hörts dann auf mit der Mundschutz- und Desinfektionshysterie. Wir Deutschen sind auch nicht in der Lage solche Großveranstaltungen einfach zu verbieten. Die anderen Länder können das. Aber nicht der Deutsche. Immer schön mit dem Arsch an der Wand. Bloß keinen verärgern. Aber ich will mich eigentlich nicht über Dinge ärgern, die ich nicht ändern kann. Es gibt einen wunderbaren Spruch dazu. „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Mit diesem Spruch möchte ich dieses Thema beenden und zu meinem eigentlichen Tagebuch zurückkehren. Ein bisschen bleibt das Thema enthalten, da es ja Einfluss auf meinen Alltag und somit auch mein Training hat. Für mich stellt sich zum jetzigen Zeitpunkt auch die Frage, ob der Halbmarathon Ende März überhaupt stattfindet. Wer weiß, was dann ist.

Mein gestriger Tag war ziemlich aktiv und hat tatsächlich mehr Körner gefressen, als ich es vermutet hatte. Nach dem Frühstück hatte ich mich mit dem Fahrrad auf den Weg zu meinem Pony gemacht. Eine Strecke sind 12,5 km und derzeit mit dem Wind auch etwas anstrengend. Angekommen bei meinem Pony habe ich dieses erstmal ordentlich gebürstet, was gerade auch ein kleines Workout ist, da er im Fellwechsel ist und ich versuche möglichst alle Haare raus zu „wienern“. Danach bin ich dann ausgiebig geritten und das war auch wirklich „sportlich“. Danach bin ich mit dem Rad wieder Heim getrampelt. Und das ziemlich hungrig. Zu Hause gab es dann eine Art zweites Frühstück mit einem frischen, mitgebrachten Walnussbrötchen mit Wildlachs, Käse, einem Spiegelei und ein wenig Rohkost, sowie tatsächlich einem leckeren Stück Kuchen.

 

 

Sodom und Gomorra. Danach war ich ganz schön platt und bin ein kleines Futter-Koma gefallen. Es wartete auch noch meine „Laufeinheit“ auf mich. 60 min ruhiger Dauerlauf. Gegen 15:30 Uhr habe ich mich dann zusammen mit meinem Freund auf diese Trainingseinheit begeben. Es lag mal wieder eine Unwetterwarnung für diesen Nachmittag vor, sodass wir schon früher losmussten, als es für meinen Verdauungs-Lauf-Abstand optimal gewesen wäre. So lag mir das Essen doch noch ganz schön schwer im Magen und belastete das unbeschwerte Laufgefühl. Während unseres Laufes fing es dann auch schon wie angesagt an zu regnen. Dies bescherte uns aber immerhin einen wunderschönen Regenbogen.


Nach dem Lauf ging es noch in die Sauna zum Wärme und Ruhe tanken. Herrlich diese Wärme und Windstille in der Sauna. 😉

Der Tag endete ganz entspannt bei ein paar Hühnerbeinen und Ofengemüse. Meine Ernährung ist nun seit etwas über einer Woche wieder omnivor, also „allesfressend“. Meine Mundschleimhaut hat nach sage und schreibe einer Woche wieder ihren normalen Zustand erreicht, nachdem sie wochenlang in einem desolaten Zustand war. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich in den letzten Tagen das Essen feiere! Ich hatte seit Wochen ein so grausiges Pelzgefühl oder auch manchmal einfach ein wundes Gefühl im Mund, dass jedes Essen und Trinken zur Qual wurden. Nicht jeder Mensch reagiert gleich auf das Essen bzw. die unterschiedlichen „Essensstrategien“ und ich kann für mich nur das Ergebnis verbuchen, dass ich mit einer vegetarischen oder gar veganen Lebensweise nicht zurechtkomme. Ich hatte im Vorfeld auch schon Fallberichte über Leute gelesen, die nach veganer Ernährung in einem schrecklichen Gesundheitszustand waren. Ich wusste Bescheid über die Probleme der zum einen enthaltenen Stoffe aus Hülsenfrüchten und Getreide, die den Darm belasten, sowie über das Fehlen der lebenswichtigen Stoffe einer tierischen Ernährung. Dennoch wollte ich es wissen und am eigenen Körper erfahren. Nun werde ich mich auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Allesfresser-Kost besinnen. So lange bis ich das nächste Selbstexperiment starte. 😉

Für den heutigen Tag wartete eigentlich heute Morgen vor dem Frühstück ein Tempowechsellauf auf mich. Allerdings hatte ich diesen ausfallen lassen, da mein gestriger Tag mehr Spuren hinterlassen hatte, als ich es im Vorfeld „geplant“ hatte. So ist das halt mit biologischen Systemen. Und das ist ja das Schöne an meinem Trainingsplan. Er lässt genau dies zu. Wenn ich meine Trainingsreize noch nicht gut verarbeitet habe, warte ich halt noch einen Tag und setze den nächsten Reiz dann, wenn der Körper wieder adäquat darauf reagieren kann. Wir dürfen in allem nicht zu starr denken und eine gewisse Flexibilität erhalten. Das Leben ist nämlich in keinster Weise starr. Aber auch das muss ich immer wieder aufs Neue lernen. Nun werde ich mich noch etwas weiterbilden und ruhen, die hin und wieder herauskommende Sonne genießen und mit einem halben Auge verfolgen, was COVID-19 macht. Bleib du gesund und munter. Bis bald.


Sonntag, 23. Februar 2020

Liebes Tagebuch,

die Tiefdruckgebiete haben sich zurzeit ziemlich fokussiert auf die Produktion von viel, viel Wind und Feuchtigkeit. Erst sorgte Sabine vor zwei Wochen für große Unruhe, aber damit sollte es nicht gut sein. Auch wenn der Sturm etwas abflachte, so richtig weg war er seit Sabine nicht. Und heute stand dann Annelie auf der Matte. Der ganze Tag sollte mit Sturm und Regen gesegnet sein. Ursprünglich geplant hatte ich ein morgendliches Kettlebell-Workout, gefolgt von einem zweistündigen, ruhigen Dauerlauf am Nachmittag. Aufgrund der bescheidenen Prognose über das Vorhaben von Miss Annelie hatte ich meine Pläne über den Haufen geworfen. Ein Training am Tag sollte für heute reichen. Zwei Stunden bei dem Wetter da draußen waren zu viel des Guten.

Ich stand schon zeitig auf und begrüßte den Tag erst einmal mit einer Runde Qi Gong und einer kurzen Meditation. Danach frühstückte ich ganz gemütlich und machte mich danach zwecks Steigerung des gehirninternen Inputs an ein paar Webinare zum Thema Darm, Psyche und der Einfluss der Darmflora auf unsere Befindlichkeit und natürlich auch auf unsere generelle Gesundheit.

So kann man das schlechte Wetter wirklich ertragen und dabei seine Zeit auch noch sinnvoll nutzen. Es ist so wahnsinnig spannend, was der Darm bzw. auch die vielen Bakterien, die wir mit uns herum tragen alles für uns tun. Super spannend einfach. Wusstest du, dass allein die Bakterien -also nur die Bakterien!!- rund 1,5 kg wiegen? Wahnsinn oder? Wenn ich mich demnächst -also morgen früh- wiege und zugenommen haben sollte, werde ich es einfach auf meine Darmflora schieben. Meine Darmbakterien haben wohl etwas viel Junkfood gefuttert in der letzten Zeit. 😉 Aber das Gewicht ist tatsächlich noch das geringste „Wow“. Viel faszinierender finde ich die Tatsache, dass hier im Darm durch die Bakterien viele wichtige Stoffe produziert werden. So zum Beispiel das Serotonin, unser Glückshormon. 90 % von diesem wahnsinnig wichtigen Hormon kommt hier her. Aber das ist nur ein Stoff. Es sprudeln permanent eine Vielzahl an Stoffen in unser Blut und kommunizieren auf diese Weise auch mit unserem Hirn. Da wundert es auch nicht, dass Erkrankungen am Darm oder „Entgleisungen“ unserer Darmflora sogar zu Depressionen führen können. Auch spannend ist, dass es Bakterien gibt, die dich dazu bringen mehr Fett anzulegen, sowie mehr Hunger zu haben. Also auch ein spannendes Thema, wenn es ums Abnehmen geht. Es ist immer wieder beeindruckend wie komplex und vielschichtig die Natur und unser Körper ist.

Nach meinem lehrreichen Vormittag mit einem Kännchen grünen Tee bereitete ich mich dann auf mein Kettlebellworkout vor. Ziel waren 200 Swings mit der 16 kg Kettlebell. Bestenfalls immer zu 20 Wiederholungen. Warum mache ich eigentlich diese Kettlebellswings? Weil diese Swings ein super geniales Ganzkörpertraining sind. Sie kräftigen den Oberkörper, die so oft verkümmerte hintere Kette -also alles, was sich auf deiner schönen Rückseite an Muskulatur befindet- und sogar die Beine im Allgemeinen. Sie sind also auch für Läufer ein netter Kraftausdauerreiz. Nach einem kleinen gewichtlosen Warmup für den Schultergürtel habe ich ein paar halbe Swings gemacht, um mit Gewicht mein System vorzubereiten. Und dann gings los. Immer 20 Wiederholungen, Pause, 20 Wiederholungen, Pause usw. Damit ich mich nicht verzähle, habe ich mir nach jeder Runde einen Strich gemacht.

 

Die letzten Serien waren ganz schön zäh. Die Pausenlänge habe ich bewusst immer gleich lang bzw. gleich kurz gehalten. Denn am Anfang schienen die Pausen viel zu lang. Am Ende waren sie dagegen viel zu kurz. Aber dieses Phänomen kennst du vielleicht vom Intervalltraining.

Nach 200 Wiederholungen war ich dann ganz schön platt und meine Arme zitterten ordentlich. Limitierend ist nachher primär die Griffkraft. Darüber hinaus kommt man aber auch ganz schön außer Atem. Ich liebe dieses Training. Kurz und schmerzlos bzw. schmerzhaft. 😉 Damit meine zittrigen Muskeln möglichst schnell mit ihren Anpassungen und Regenerationsmaßnahmen starten können, gab es dieses leckere Getränk von Powerbar.

Fertig gerührt mit meinem „Hochleistungs-Aufschäumer-Mopped“ sah das dann so aus:

Mit dem leckeren Gebräu habe ich mich dann in die Badewanne geschleppt und mir dort ein Basenbad mit Extra-Schaum gegönnt. Ich mache sowas viel zu selten, weil es mir immer zu lange dauert. Da aber heute mit dieser wild gewordenen Annelie da draußen eh nicht mehr viel auf dem Plan stand, habe ich mir die Zeit einfach genommen. Unter der Aufsicht von meinem Faultier Freeeed habe ich mir nach meinem Schaumbad dann mein Essen zubereitet. Und dazu will ich dir auch eine Kleinigkeit erzählen. Ich hatte seit August 2019 kein Fleisch, sowie kein Fisch mehr gegessen. Eigentlich eher intuitiv entstanden hatte sich das Ganze dazu entwickelt, dass ich fast vegan gegessen habe bis auf die Eier vom Bauern und einen sehr stark reduzierten Käsekonsum. Ich würde sagen, dass ich die letzten Monate zu 80 % vegane Lebensmittel konsumiert habe und zu 20 % vegetarische. Außerdem habe ich wohlwissend über die vermeintlichen „Engpass-Vitamine“ diese über Nahrungsergänzungsmittel substituiert. Ich fühlte mich wohl mit diesem „cleanen“ Gefühl, dass kein Tier wegen mir groß leiden muss. Bis auf die paar Kühe, die herhalten mussten, damit ich etwas Käse bekomme. Und vielleicht die Hühner, denen der Bauer einfach immer und immer wieder ihre gelegten Eier gemopst hat. Ich wollte nicht so belehrend sein, wie so manch radikaler Veganer und wollte stattdessen nur informieren und vielleicht inspirieren. Ich interessierte mich so sehr dafür, dass ich eine Ausbildung in veganer Sporternährung absolvierte. Der Markt war schließlich da und die „Gefahren“ und „Fehler“ bei falscher Lebensmittelwahl nicht zu unterschätzen. Ich selbst versuchte mich an die Regeln zu halten und scheiterte dennoch Ende letzter Woche an diesem Projekt. Seit mehreren Wochen hatte ich nun schon Probleme mit meiner Mundschleimhaut. Erst wund und schmerzhaft, dann ganz rau und stumpf. Ich hatte das Gefühl, das alles in meinem Mund „quitscht“. Zudem hatte ich einen merkwürdigen Nervenschmerz über meinem linken Ohr, sowie eine recht unmotivierte und lethargische Grundverfassung. Hing das nun alles mit meiner Ernährung zusammen? Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass ich einen sehr hohen Bedarf an essentiellen Mikronährstoffen habe. Zumal ich immer noch mit meinem Fahrrad überall hinfahre oder eher mich hin kämpfe bei diesem Sturm. Der Mensch kann theoretisch alles, was er braucht aus pflanzlichen Lebensmitteln aufbauen. Allerdings benötigt er dafür mehr Energie. Und die Ausbeute ist meist nicht die allerbeste. Ist der Verschleiß und Bedarf sehr hoch, gibt es auf kurz oder lang Probleme oder kann Probleme geben. In meinem Fall glaube ich, dass ich das viele Gluten, sowie die Hülsenfrüchte darmtechnisch nicht vertragen habe. Vergangenen Donnerstagabend hatte ich einen so eklatanten Heißhunger auf Fleisch und Fisch, dass ich diesen Wunsch meines Körpers nicht ignorieren konnte. Verrückterweise waren die Nervenschmerzen einen Tag später weg und die Mundschleimhaut zumindest besser. So schnell! Und ich hatte diese Probleme wochenlang. Dies fand ich schon sehr beeindruckend. Ich muss nach meinem Selbstexperiment zu meiner persönlichen Meinung zurückkehren, dass der Mensch wohl doch ein Omnivore is(s)t und bleibt. Ich finde es toll, wenn Menschen den Tieren zu Liebe auf sämtliche Tierprodukte verzichten und ich bin noch immer nicht begeistert von unserer Massentierhaltung, aber dennoch werde ich jetzt wieder in „wohl dosierten“ Mengen Fleisch und Fisch essen. Bestenfalls immer aus regionaler und artgerechter Haltung.

In diesem Sinne habe ich mir heute Lamm mit Ofengemüse gemacht. Als Ofengemüse musste eine Möhre, eine halbe Kochbanane, eine halbe Süßkartoffel und etwas Brokkoli herhalten. Das Ganze habe ich mit einem mediterranen Salz gewürzt und mit Olivenöl beträufelt. Im Backofen durfte sich das Gemüse es dann gemütlich machen. Es sollte mir dankbar sein bei diesem Wetter einen so warmen und trockenen Platz zu haben. 😉

Das Lamm habe ich dann in einer Pfanne mit Kokosöl und Knoblauch angebraten. Oh ja und es ist nie verkehrt, wenn man nach dem Verzehr von Knoblauch einen guten Schutzengel hat. 😊

Nach einer guten halben Stunde war mein Essen dann fertig und sah in etwas so:

 

Und nun hoffe ich, dass ich doch noch irgendwie heute etwas frische Luft abbekomme bzw. mich selbst dazu ermutigt bekomme raus zu gehen und durch den Sturm und Regen zu spazieren. Wobei die Chancen auch echt gut stehen, dass ich stattdessen nur um den Esstisch schlendere.

Ich wünsche dir trotz der ausbaufähigen Performance von Annelie einen wunderbaren Restsonntag und einen schönen Start in deine neue Woche.


Freitag, 21. Februar 2020

Liebes Tagebuch,

ich hoffe, dass dir meine kleine Zeitreise gefallen hat. Wobei der Beinbruch natürlich nichts Positives war, aber dennoch etwas sehr Bewegendes und das nicht nur für die Struktur meines Wadenbeines. Jetzt bin ich wieder im hier und jetzt angekommen und serviere dir heute ein kurzes Video über mein Training von Heute. Dies waren übrigens 10 x 400 m auf der Bahn. Ein Träumchen. 😉

Viel Spaß und bis bald!


Geburtstags-Rückblick

Sonntag, 18. Februar 2018

Liebes Tagebuch,

mein 34. Geburtstag liegt nun ein Tag zurück. Ich sollte in diesem Jahr ein Glückspilz sein. Denn ich hatte an einem Samstag Geburtstag. Alle Möglichkeiten einen wunderbaren Tag zu verleben standen mir offen. Und in der Tat startete dieser Tag mit meiner derzeitigen Lieblingsroutine, einer Runde Flow Yoga in meinem „Relax-Zimmer“, einem klassischen Frühstück und dann einem perfekten Ritt auf meinem Pony mit musikalischer Untermalung. Und all das durfte ich an der Seite meines Partners erleben. Zusammen sollte es dann nach Neuss zu meinen Eltern gehen. Denn dort gab es heute ein Dörfchen weiter einen Crosslauf. Und da ich mich gerade in einem Zustand „maximaler Angefixtheit“ in Sachen Sport und Rennen befand, war ich Feuer und Flamme an meinem Ehrentag die körpereigenen Keulen zu schwingen und durch den Schlamm zu wühlen. Es lief bis dahin alles planmäßig. Wir erreichten den Sportplatz und machten uns laufbereit. Meine Beine fühlten sich gut an. Eigentlich war alles gut. Das Wetter war perfekt. Der Boden war nicht mehr gefroren, was eigentlich sehr gut war. Er war eher schon zu weich und rutschig. Aber so gehörte es sich ja auch für einen Crosslauf. 

Um 15:50 Uhr ging es los. Drei Runden kreuz und quer um den Sportplatz herum. Über Strohballen und immer wieder rauf und runter. Die Hänge waren bereits in der ersten Runde von den vorherigen Läufen durch gepflügt und rutschig. Aber eigentlich war ich trittsicher. Eigentlich. An einer Stelle führte die Strecke von einem Wall schräg runter. Der Wall an sich war ziemlich steil und rutschig. Ich kraxelte in der ersten Runde vorsichtig runter und hatte schon eine innerliche Abneigung gegen diese Stelle. Das ging irgendwie gar nicht. Ich rannte weiter und arbeitete mich etwas im Läuferfeld nach vorne. Ich fühlte mich ansonsten gut. Es war sehr intensiv und anstrengend. Aber so muss das ja auch sein. Also alles im soll. Ich ging in die zweite Runde und meisterte alle Stellen besser als in der ersten Runde. Ich kannte die Tücken ja jetzt schließlich. 

Es ging in die letzte Runde. Jetzt noch mal alles mobilisieren und dann würde es Kaffee und Belohnungsfutter geben. Und meine Geburtstagsfeier mit meiner Familie. Ich rannte den Wall hoch und hatte einen Läufer vor mir, der scheinbar langsamer wurde. Ich überholte ihn und wusste, dass nun der furchtbare Abstieg kommen würde. Ich wollte dem überholten Läufer nicht im Weg sein und wollte möglichst schnell darunter. Die anderen kamen da doch auch zügig runter. Warum sollte das bei mir nicht auch klappen? Ich ging in den Abstieg. Tief in mir drin gingen bereits alle Alarmglocken an. Das was ich da tat war Grütze. Nach ein paar unbeholfenen Schritten im Schlamm rutschte ich mit meinem rechten Fuß nach innen weg. Er knickte im Schlamm um und ich rauschte mit voller Wucht und meinem ganzen Körpergewicht in den um 90° umgeknickten Fuß. Ich spürte und hörte das laute Krachen der Knochen. Der Moment verging wie in Zeitlupe. In diesem Moment war mir aber auf einen Schlag alles klar. Das war nicht nur läuferisch das Aus für dieses Jahr. Dieses Krachen würde mein Leben ändern. All das was mein Leben derzeit bestimmte, würde sich ändern. Zumindest für die nächste Zeit. Ich hatte zum Geburtstag ein Überraschungsgeschenk erhalten. Ein Gutschein für eine Portion Lebensentschleunigng. Ich schlidderte auf dem zerbröselten Knochen noch ein Stück den Hang hinab. Mir schossen die Tränen in die Augen. Vor Wut, Schmerz und Ärger. Wie ein trotziges Kind, das nicht einverstanden ist mit dem Geschenk, was seine Eltern ausgesucht hatten. Der Läufer, den ich zu vor überholt hatte, überholte mich nun wieder. Ohne einen Blick auf mich, den pinken Läuferkadaver im Matsch, zu werfen verschwand er aus meinem Sichtfeld. Er würde seinen Lauf finishen und würde sein Leben einfach weiter leben. So wie am Tag zu vor. Für mich würde eine neue Zeit anbrechen. Meine Trainings- und Arbeitsroutine war für den Moment beendet. Ich musste nun neue Aufgaben meistern und vor allen Dingen musste ich diese Situation akzeptieren. Ich hatte gegen mein Gefühl gearbeitet und hatte versucht mit dem Kopf durch die Wand oder viel mehr mit dem Knöchel durch den Schlamm zu kommen. Ich hatte innerhalb von Sekunden diese Entscheidung getroffen und musste nun damit leben. Ich versuchte aufzustehen. Mit Tränen in den Augen und leise vor mich hin schimpfend versuchte ich irgendwie zum Start- und Zielbereich zu humpeln. Der rechte Fuß war Mus. Ein grausames Gefühl der Instabilität. Mein Freund kam mir entgegen und ich signalisierte ihm mein Aus. Er kam sofort zu mir, um mich zu stützen. Ich faselte sofort etwas von Wadenbeinbruch. Mir war eigentlich klar was da passiert war, aber 80 % meines Ichs wollte das so noch nicht akzeptieren und klammerte sich an die Hoffnung, dass nur die Außenbänder gerissen waren. Ich legte mich auf eine Bank. Nach einer Weile kamen die Sanitäter, um mich zu versorgen. Vier an der Zahl. Sie fragten mich alle möglichen Dinge, die ich in meinem Fachvokabular und meiner gewohnt lässigen Art beantwortete. Ich war selbst überrascht wie schnell ich mich wieder sortiert hatte und einfach normal meine Witzchen machte. Oder war dies nun Humor aus der Kategorie Galgenhumor? Ich wurde das erste Mal in meinem Leben mit einem RTW abtransportiert. 

Auf einer Trage. Ich kam mir vor wie die Prinzessin auf der Erbse. Nur ohne Erbse und ohne Prinzessin. Ich war voller Schlamm, verschwitzt und hatte eher die Ausstrahlung von einem Nilpferd, das sich gerade in der Matsche gewälzt hat. Da lag ich nun auf eine Trage geschnallt mit einem Laufschuh und einem gewickelten Fuß im Rettungswagen und blickte durch die blickdichten Fenster nach draußen. Die Welt jenseits meines vermeintlich gebrochenen Fußes war nur schemenhaft zu erkennen. Aus dieser Perspektive hatte ich unseren Planeten zum Glück bisher noch nicht gesehen. Ich dachte an mein Belohnungsfutter, das ich doch eigentlich nach dem Lauf essen wollte. Ich dachte an das Abendessen, den leckeren Lachs und den Salat. Und mir fiel der Pickel an meiner rechten Wange ein über den ich mich heute Morgen noch geärgert hatte. Wie klein und unwichtig er nun im Kontext dieser Situation wirkte. Nach und nach kamen mir die Probleme der nächsten Wochen in den Sinn. Von meinem Pony angefangen bis hin zur Arbeit. An meiner rechten Seite saß einer der Sanitäter, der mich immer wieder mit ein paar Fragen fütterte. Ich beantwortete alles brav. Es herrschte eine ausgelassene und muntere Stimmung. Wahrscheinlich sind nicht die meisten Fahrten in Rettungswagen von solch einer heiteren Stimmung. Auf dem Fragebogen kam die Frage nach meinem Geisteszustand. „Verwirrt bis hysterisch würde ich sagen.“ Hatte ich eigentlich realisiert was passiert war? Ich hatte mir an meinem Geburtstag höchstwahrscheinlich mein Bein gebrochen. Alle Läufe und Serien, die ich mir für dieses Jahr vorgenommen hatte, waren mit einem „Knacks“ erledigt. Alles für das ich gerade brannte, war gelöscht. Und dennoch lag ich im Rettungswagen und machte Späße mit den Sanitätern. Wir erreichten das Krankenhaus und meine vier Wegbegleiter zogen mich auf der Trage aus dem Rettungswagen. Da war sie wieder. Die schmutzige und stinkende Prinzessin auf der Erbse mit ihren tapferen Rittern, die sie durch die Gegend tragen. Die Türen der Notaufnahme schwangen auf und ich wurde reingeschoben. Meine Güte, diese Szenen kannte ich nur aus dem Fernsehen. „It’s not lupos!“ schoss es mir durch den Kopf. Ich hatte mehrere Staffeln Dr. House geguckt und wusste wie der Hase hier läuft. Zumindest in Amerika. Ich Deutschland lief der Hase etwas anders. Die Schwestern der Notaufnahme empfingen mich und kamen direkt zur Sache: „Ihre Versichertenkarte!“ Ich blickte die Sanitäter etwas hilflos an, da ich denen schon geschildert hatte, dass ich keine Versichertenkarte dabei habe. Auch ein Umstand den ich in Zukunft auf Laufveranstaltungen ändern werde. „Ich habe die nicht dabei.“ Fragende Blicke. Mir schien, dass die Behandlung an dieser Stelle endete. Ich war voller Schlamm und hatte keine Versichertenkarte. Es gab keinen Grund mich zu behandeln. Ich kenne natürlich aus meinem Job in der Apotheke auch die Problematik mit den Krankenversicherungen und verstehe daher diese Frage. Aber muss diese Frage als allererstes kommen? Ich holte mein Handy heraus und hatte hier lediglich meine EC-Karte. „Dann müssen Sie das jetzt halt als Selbstzahler übernehmen.“ Happy Birthday. Da blieb mir wohl auch nichts anderes übrig. Ich wurde in einen Raum geschoben, der nach Übergeben und Kot roch. Es war eine furchtbare Luft. Meine „Sanitäterkumpels“ verfrachteten mich auf die Liege in dem Stinkezimmer. Unser gemeinsamer Lebensweg endete hier. Sie verabschiedeten sich alle von mir und wünschten mir alles Gute. Die Jungs waren cool. Die bissige Schwester, die mich hier im Krankenhaus übernahm war leider das komplette Gegenteil. Ich versuchte sie ein wenig aufzuheitern. Ich mag es nicht, wenn Menschen so garstig sind und verspüre immer einen Drang sie aus ihrem Muffelloch zu holen. Dies schien aber an der überarbeiteten und gestressten Fassade einfach abzuprallen. Mein Freund trudelte endlich auch ein. Er hatte meine Klamotten mit gebracht und so konnte ich mir wenigsten ein paar saubere Sachen überziehen. Wenn ich mich schon nicht waschen konnte. So konnte ich wenigstens die mit Matsch panierte Hose ausziehen und das nass geschwitzte Laufshirt ausziehen. Ich hatte immer noch meine Startnummer um den Bauch. Ich blickte auf den Spruch auf der Rückseite meines Laufshirts. „Go hard or go home.“ Ich musste lachen. Ich konnte noch nicht einmal mehr nach Hause „gehen“. Ich wurde zur Röntgenabteilung hoch geschickt. Auch hier wurde ich von einer eher garstigen Dame erwartet. Nach der Röntgenprozedur hatte ich sie zumindest etwas aufgetaut. Sie verabschiedete mich gerade zu herzlich und wünschte mir alles Gute. Im Krankenhaus werden die Mitarbeiter natürlich den lieben, langen Tag mit nicht so erfreulichen Sachen und Menschen konfrontiert und ich kann schon nachvollziehen, dass daraus eine gewisse Haltung resultiert. Aber das Problem ist, dass alle Beteiligten in dieser Institution ihren Leidensdruck haben. Der Patient ist nun mal krank und nicht umsonst in der Notaufnahme und die behandelnden Mitarbeiter sind oft überarbeitet und der Prellbock für alles Mögliche. Aber nun denn, ich war auch schließlich nicht hier um nette Gespräche zu führen, sondern um eine Diagnose und eine Behandlung zu bekommen. Man muss manches wohl doch eher funktionell sehen, auch wenn es mir gegen mein Naturell geht. Wir warteten eine halbe Ewigkeit auf die Diagnose. Unendliche Minuten der Hoffnung. Lass es nur ein Bänderriss sein. Und dann kam der Arzt, der mir sämtliche Hoffnung mit einem Satz raubte. „Tja, doch kein einfaches Umknicken.“ Das Wadenbein war durch. 



„Muss ich operiert werden?“ fragte ich mit bebender Stimme. „Ja, auf jeden Fall. Sonst gibt das in ein paar Jahren eine Arthrose im Sprunggelenk.“ Mir sackte der Kreislauf weg. Ich hatte seit ich denken kann, eine furchtbare Angst vor Operationen. Es wurde ganz schwammig um mich herum. Mein Kopf fühlte sich an wie mit Watte ausgestopft. Mir war es egal, wenn ich eine Arthrose bekommen würde. Auch wenn ich nicht mehr Marathons laufen könnte. Es war mir egal. Ich wollte einfach nicht operiert werden. Ich hatte eine unbeschreibliche Angst aus der Narkose nicht mehr aufzuwachen. So wie eines meiner Meerschweinchen bei der Kastration. Ich war zwar kein Meerschweinchen und ich wurde auch nicht meiner nicht vorhandenen Hoden beraubt, aber dennoch hatte ich Angst davor. Statistisch gesehen ist wahrscheinlich jede Autofahrt gefährlicher, aber emotional fühlte sich die Operation an wie meine Beerdigung. Für den Moment würde ich aber erst nach Hause dürfen. Die Operation müsste in der folgenden Woche gemacht werden. Ich bekam noch einen Gips angepasst und war trotz der Hiobsbotschaft positiv überrascht. Denn der Krankenpfleger und die noch lernende Krankenschwester waren freundlich und zuvorkommend. All die Empathie, die mir bisher nicht begegnet war, wurde mir hier zuteil. So endete der Krankenhausbesuch zumindest mit einem nett angelegten Gipsverband. Mit diesem durfte ich endlich zu meiner eigenen Geburtstagsparty nach Hause. Als kleines Geburtstagsgeschenk gab es zusätzlich noch zwei schicke lila Krücken. Wenigstens war die Farbe adäquat. Da ich auf diesen Klumpen an meinem rechten Fuß kleidungstechnisch nicht vorbereitet war, musste ich das Krankenhaus in einem selbst gebastelten Operationskleidchen verlassen. Zu Hause bei meinen Eltern bekam ich dann eine Trainingshose von meiner Mutter, die zwar viel zu groß war und mir bei jedem Schritt runter rutschte, aber zumindest meine Beine inklusive Gips bekleiden konnte. Meine Mutter hatte in der Zwischenzeit ein leckeres Essen gezaubert mit meinem Lieblingsessen. Lachs, Gemüse und Salat. Eine Komposition, die für die Meisten wahrscheinlich eine Strafe ist. Aber es ist schon verrückt, wenn man dem Körper immer ernährungsphysiologisch guten Stoff gibt, dann verlangt er dies auch ganz von alleine. Ich will keine Pommes rot weiß oder Pizza oder Kuchen. Ich habe Appetit auf meinen „Stoff“. Und zu dem Essen gab es zum Anstoßen ein Glas Rotwein. Wir tranken auf die Gesundheit. Und auf meinen fabelhaften 34. Geburtstag. Heute Morgen musste ich dann das erste Mal das Setzen der Thrombosespritze über mich ergehen lassen. Mein Freund hatte zum Glück Erfahrung damit und konnte dies. Nur hatte ich eine Nadelphobie. Meine Mutter hatte leider kein Desinfektionsmittel zu Hause und so musste etwas Hochprozentiges her. Das hatte Stil. Mit der Pulle Schnaps und einem Taschentuch bereiteten wir die Einstichstelle vor. Da ich nicht so viel Unterhautfettgewebe am Bauch besitze war die Wahl der Stelle etwas schwierig. Die auserwählte Stelle entpuppte sich nach dem Einstiche als nicht so vorteilhaft. Es schmerzte. Mehr als mein Bein. Und das sogar nachhaltig. Entweder hatten wir einen Nerv getroffen oder es war auch schon etwas Muskulatur betroffen. Das ganze Frühstück über schmerzte der Bereich um den Einstich. Na super, das stand mir jetzt für die nächsten sechs Wochen bevor. Nach dem Frühstück ging es dann zur Gipskontrolle ins Krankenhaus. Es folgte wieder eine lange Zeit des Wartens. Aber ich hatte ja jetzt Zeit. Der Gips war so weit in Ordnung. Die nächste Frage, die sich mir nun stellte, war: Wo würde ich mich operieren lassen? Hier in Neuss oder zu Hause in Lippstadt. Emphatisch hatten das Krankenhaus und der Arzt, der mich in Neuss behandelt hatte, nicht gepunktet. Aber war dies bei dieser Entscheidung von Relevanz? Ich kontaktierte mehrere Freunde, die sich hier im Krankenhaus auskannten und holte mir Meinungen ein. Mir wurde von allen möglichen Richtungen gute Tipps und Ratschläge gegeben, die mir halfen mit dieser Situation zu Recht zu kommen. Was war jetzt die richtige Entscheidung? Emotional hatte ich einfach nur Angst vor dieser Operation und wollte es gar nicht. Rational betrachtet musste ich diese Operation über mich ergehen lassen. Emotional wäre ich diesen Hang anders runter gelaufen. Rational wollte ich dem anderen Läufer nicht im Weg sein. Emotional versus rational. Ich bin durch mein Leben eigentlich immer emotional gegangen und nun war ich an einer Stelle, an der ich weder gehen noch emotional entscheiden konnte. Oder konnte ich das doch? Mir fiel ein befreundeter Chirurg aus Lippstadt ein, der zwar nicht für diese Art von Operation in Frage käme, der aber mit Sicherheit einen Kollegen hat, der dies machen könnte. Die Vorstellung es von einem Menschen machen zu lassen, den ich indirekt kenne, fühlte sich möglich an. Wir kontaktierten unseren Freund und tatsächlich bestand die Möglichkeit von einem guten, ihm bekannten Unfallchirurgen operiert zu werden. War das nun die Lösung? Rein emotional gesehen fühlte sich das nach der einzigen Möglichkeit an. Mein Freund und ich fuhren nach einem gemeinsamen Mittagessen mit meinen Eltern wieder nach Hause. Was an diesem Wochenende geschehen war, hatte auf keiner meiner Wunschlisten gestanden, aber eine unglaubliche, nicht in Worte zu fassende Anteilnahme wurde mir unter anderem auch auf Facebook zu teil. Ich hatte Samstag von meinem Desaster berichtet und das was geschah, war weit entfernt von jeglicher Vorstellungskraft. Von sehr guten Freunden bis hin zu nur flüchtig bekannten oder nur Facebook-Bekannten wurde mir so viel Wärme und Mut vermittelt, dass die Angst vor der Operation tatsächlich ein kleines bisschen schwand. Aber leider konnte mir diese Angst keiner ganz nehmen. Da musste ich wohl selbst durch. Insgesamt warteten nun drei Operationen auf mich, sowie jeden Tag Thrombosespritzen setzen. Und sechs Wochen keine Belastung. Das heißt sechs Wochen kein Gewicht auf das rechte Bein. Kein Körpergewicht. Sechs Wochen nur auf einem Bein und Krücken. Sechs Wochen nur sitzen und liegen. Für mich als Bewegungsjunky ein absoluter Horror. Der ganze Alltag ist bereits eine Nummer für sich. Man hat ja nie eine Hand frei, wenn man sich von A nach B bewegt. Man kann nicht mal eben an den Kühlschrank und was essen. Selbst der Gang zur Toilette ist nicht mal eben so. Nichts ist mal eben so. Auch nicht das Schlafen. Im Moment liegen die Trümmer in meinem Bein noch unfixiert vor und bei den kleinsten Erschütterungen oder Drehbewegungen des Beines, schmerzt es gar fürchterlich. Ich nehme aber nichts gegen die Schmerzen, damit ich mein Bein möglichst so behandel, dass ich nicht noch mehr kaputt mache. Nachts wird man aber immer wieder vor Schmerzen wach. Das heißt, sofern man es überhaupt schafft für einen Moment weg zu dämmern. Hin und wieder sehe ich vor meinem geistigen Auge den Sturz im Zeitraffer ablaufen, höre das Krachen und spüre das Gefühl der zerbrechenden Knochen. Und immer wieder übermannt mich die Angst vor der Operation, der Vollnarkose und den möglichen Risiken. Das Gefühl der vielen Menschen und ihrem Mitgefühl erfüllt mich und lässt dieses klaffende Loch der Angst gerade auf eine unglaubliche Art und Weise schrumpfen. Und das ist der Grund warum ich angefangen habe, ein weiteres Mal mein Tagebuch zu schreiben. Es gibt ein Band zwischen Menschen, das zu weiten Teilen in unserer Welt irgendwie zu knapp kommt. Ich werde jetzt, so fern die Operation gut verläuft, viel Zeit haben, um über die Entschleunigung und das menschliche Miteinander nach zu denken. Der Witz an der Sache ist, dass ich nur in diese Situation geraten bin, weil ich an diesem Hang mal wieder einem Mitmenschen nicht im Weg sein wollte. Ohne ihn wäre ich da definitiv anders runter. So wie ich es in der zweiten Runde in Ruhe getan hatte. Dies ist jetzt keineswegs eine Schuldzuweisung. Es ist vielmehr die Erkenntnis, dass ich oft das Gefühl habe anderen im Weg zu sein und das ich dann immer krampfhaft versuche dies zu vermeiden. Meistens auf meine Kosten. Und meistens wird mir dieses Verhalten auch nicht gedankt. Womöglich wird es noch nicht einmal wahr genommen. Der nächste Witz ist nun, dass ich in meiner jetzigen Situation nicht nur mit meinen Krücken subjektiv immer im Weg bin, sondern auch zu 100 % auf Hilfe angewiesen bin. Und das wird für einen Eigenbrödler eine ganz neue Erfahrung. Jetzt bin gespannt was der morgige Tag bring und wann ich unters Messer komme. Mein derzeitiger Gemütszustand ist stabil bis verdrängend. Ich werde mich die nächsten Tage in Meditation und Entschleunigung üben und ich werde mich über jeden Menschen freuen, der mir Kraft schenkt.


Dienstag, 11. Februar 2020

Liebes Tagebuch,

mein heutiger Tag startete wesentlich ausgeschlafener als die Tage zuvor. Und das obwohl der Wecker wesentlich früher seinen Diensten nachgehen durfte. Das Sturmtief Sabine hatte mich in den Nächten zuvor davon abgehalten in einen ruhigen und tiefenentspannten Schlaf einzutauchen. Dies hatte mich kostbare Regenerationseinheiten gekostet. Aber man muss auch immer die positiven Seiten sehen. Durch den Sturm hatte ich von meinem Freund Fahrradverbot erhalten. Was natürlich in Anbetracht der rumfliegenden Dinge nicht ganz so dumm ist. So kam es, dass ich Samstag das letzte Mal auf meinem Fahrrad unterwegs war und meine Beinchen, sowie die restlichen Körperteile sich etwas erholen konnten. Sonntag und Montag gab es demnach weder Fahrradfahrten von A nach B, noch Trainingseinheiten. Also nur Ruhe, Arbeit, Meerschweinchen- und Ponybespaßungstätigkeiten und innere Dialoge mit Sturmtief Sabine sie solle doch bitte endlich mal fertig werden.

Heute Morgen stellte sich durch die immer noch recht ambitionierte Aktivität von Sabine die Frage aller Fragen: Mit dem Fahrrad zur Arbeit oder nicht? Mein Freund tendierte wieder dazu mir ein Fahrverbot zu erteilen auf Grund der nicht ungefährlichen Böen, die einen im falschen Moment schon in gefährliche Situation manövrieren können. Also gut, was hatte ich dann für Möglichkeiten? Ich könnte einfach heute Morgen schon früh zusammen mit meinem Freund mit dem Auto in die Apotheke fahren. Auch wenn ich dann eine Stunde zu früh vor Ort wäre. Ich hätte zumindest einen sicheren Weg. Dann könnte ich dort noch eine Stunde Entspannungstraining praktizieren in Form von einer Meditation für mein heutiges Chakra. Dem Sakral Chakra. Ich könnte mir Laufsachen einstecken und dann um 15:30 Uhr aus der Apotheke meinen langen Lauf starten. Dafür müsste ich mir dann nur noch ein Mittagessen mitnehmen, um dann nicht verhungert in den langen Lauf zu gehen. Gedacht – getan. Für mein Mittagessen machte ich mir zwei selbstgemachte Pfannkuchen aus Tapiokastärke, einem Ei und etwas Wasser. Dazu Sojajoghurt Natur mit frisch geschroteten Chiasamen, Nüssen, Weizenkleie und einer aufgetauten Beerenmischung.


Immerhin schaffte dieses Essen die Aufmerksamkeit und Speichelproduktion meiner Arbeitskolleginnen zu erhöhen. Es schmeckte großartig und diente meinen internen Glykogenspeichern als potenter Kohlenhydratspender. Die Nüsse, Leinsamen und auch die Kleie haben den Effekt, dass der Blutzuckerspiegel nicht ganz so eskaliert und nur moderat ansteigt und das Essen länger vorhält.

Sabine indes machte nach wie vor ihre Eskapaden und der Gedanke an einen zweistündigen, ruhigen Dauerlauf zauberte mir ein debiles Grinsen ins Gesicht. Muss denn das sein? Naja, ich hatte schon zwei Tage im Zeichen der Ruhe hinter mir. Ein weiterer Tag wäre nicht sonderlich förderlich. Und dann war es so weit. Feierabend. Der Blick wanderte raus. Es verdunkelte sich. Womöglich würde gleich wieder ein Hagelschauer vom Himmel herab prasseln und mich auf diese Weise auf meinem Zweistundenlauf begrüßen. Oder sollte ich Glück haben? Ich rüstete mich und trabte los. Erst gegen den Wind und weg von zu Hause. Wenn das Wetter tatsächlich wieder mit Regen und Hagel um sich werfen würde, dann würde ich ganz defensiv den Rückzug antreten und die verbleibende Zeit im Trockenen auf meinem Laufband absolvieren. Auch wenn dies nur Plan B sein würde. Denn Laufband ist nur ein mittelmäßiger Genuss. Ich stemmte mich gegen den Wind und freute mich über jeden Schritt, den ich gegen den Wind machte. Denn dies bedeutete, dass ich nachher diesen Schritt mit Rückenwind geschenkt bekommen würde. Und ich freute mich über die Sonne, die immer wieder durch die dicke Wolkendecke blickte und mir ein paar wärmende Strahlen schenkte. 

Ich lief und lief. Gegen den Wind und dann mit dem Wind von der Seite. Mein Kopf war auf einmal unglaublich motiviert. Ich malte mir meine Laufroute aus und das, was ich da vorhatte, fühlte sich so einfach und machbar an. Ab und an verdunkelte es sich und ich machte mir Sorgen, ob es wohl wieder einen weltuntergangsähnlichen Hagelschauer geben würde. Da es sehr kalt und wie gesagt sehr windig war, würde die Nässe mich wahrscheinlich ziemlich umhauen. Aber ich sollte trocken bleiben. Zumindest aus wettertechnischer Sicht. Schweißtechnisch blieb ich natürlich keineswegs trocken. Nach etwa einer Stunde und zwanzig Minuten kam dieser Moment, in dem man eigentlich nur noch eines möchte: stehen bleiben, Füße hoch, trinken, essen und nichts tun. Schön blöd, wenn man dann noch ganz schön weit weg von zu Hause ist. Da sind dann sämtliche Überlegungen und Wünsche vollkommen sinnlos, weil man ja keine Wahl hat. Der Körper muss irgendwie wieder zurück. Laufend, krabbelnd oder robbend. Oder vielleicht elegant per Anhalter? Nach ein paar wundervollen Ampelstopps lief es dann aber zum Glück wieder besser. Das mentale Tief hatte sich wieder verabschiedet und wurde abgelöst von einem Gefühl der Freude. Freude über den langen Lauf, den ich da tatsächlich heute geschafft hatte.

Als ich zu Hause ankam, hatte ich 23,12 km auf dem Tacho und fast 2:30 reine Laufzeit. Das war mehr, als ich erwartet hatte. Erschöpft, mit einem angenehm aufgepumpten Gefühl in den Beinen gönnte ich mir eine große Portion eines Rehydratationsgetränks, sowie eines Afterrun-Getränks mit Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Elektrolytbausteinen. Und damit machte ich es mir dann in einem Vollbad gemütlich. Damit hätte ich ein weiteres Element aus meinem Trainingszyklus erfolgreich erledigt. Nun wird ein Ründchen regeneriert bis ich mir die nächste Trainingseinheit vornehme. Bis bald.


Montag, 10. Februar 2020

Heute möchte ich dir ein wenig über meinen derzeitigen Trainingsplan erzählen. 


Samstag, 8. Februar 2020

Ich habe heute für dich einen kleinen Einblick in mein Mittagessen. Ich habe tatsächlich die Banane vergessen zu erwähnen. Die war auch noch mit von der Partie. Trainingstechnisch gab es für mich heute nur ein wenig Radeln und 10 x 20 Kettlebellswings mit der 16 kg Kettlebell. Als nächste Einheit wartet auf mich der gruselige laaaaange Lauf.

Pass morgen schön auf dich auf und flieg nicht weg.


Freitag, 7. Februar 2020

Heute gibt es ein kurzes Video. Mein Tag liegt im Zeichen der Entspannung. Körner sammeln für die nächste sportliche Einheit in den nächsten Tagen. Vielleicht wird diese auch schon morgen sein. Ich habe derzeit eine sehr interessante Form der Trainingsplanung. Ich werde dir dazu bald mehr verraten. Komm gut ins Wochenende.


Donnerstag, 6. Februar 2020

Liebes Tagebuch,

hier kommt mein erstes kleines Comeback-Schreiben. Ich hatte vor einiger Zeit das Schreiben eingestellt und hatte mich dagegen entschieden, die Inhalte auf meiner Internetseite zu lassen. Ich wollte meine Internetseite lediglich als berufliche Homepage weiterbetreiben. Dumm nur, dass ich es irgendwie liebe zu schreiben. Zum Glück hat mein Internetseitenbetreiber eine neue Funktion eingeführt. Und zwar die Möglichkeit nur registrierten Nutzern den Zugang auf bestimmte Unterseiten zu gewähren. So konnte ich hier eine kleine „Lunge“ einrichten, die nicht der gesamten Öffentlichkeit zugänglich ist und ich der Öffentlichkeit dennoch eine reine „berufliche“ Website präsentieren kann. Ich kann frei entscheiden, wem ich diesen privaten und intensiveren Einblick gewähren kann. Also, an dieser Stelle möchte ich dich ganz herzlich begrüßen in meiner VIP Lounge. Schön, dass du da bist. Nun aber genug zu den Förmlichkeiten. 

Kommen wir zu Sache. Zum Training. Zum Tagebuch. Ich habe eine längere Phase hinter mir, in der ich es genossen habe einfach nur nach Lust und Laune zu laufen. Ich habe nebenher sehr viel Entspannungstraining und auch Krafttraining in Form von Crosstraining gemacht. Und was sich in den letzten Monaten auch sehr verändert hat, ist mein Ess-Verhalten. Mein Gewicht liegt derzeit um die 62 kg und ein paar Gequetschte. Laut meiner Hightech Analysenwaage zum Glück fast nur Muskulatur, was sich aber beim Rennen dennoch als träge, sauerstofffressende Masse bemerkbar macht. Gerade die schnellen Einheiten fühlen sich mit meinem aktuellen Körper wirklich mühsam an. Ich kann mich daran erinnern, dass sich das auch mal „leichter“ angefühlt hat. Aber ich bin dankbar, dass ich wieder laufen kann und gerade wieder eine gewisse Fokussierung spüre. Mein nächstes Ziel ist der Halbmarathon am 22.3.20 am Timmendorfer Strand. Mal ganz was anderes und die Auswahl ist eher zufällig entstanden. Die Halbmarathon Distanz ist für mich persönlich eigentlich eine der grausamsten. 10 km sind schnell und wirklich anstrengend. Marathon ist lang und wenn ambitioniert gelaufen, auch wirklich anstrengend. Aber Halbmarathon ist irgendwie ein Quäntchen schneller vom Grundtempo als Marathon und natürlich deutlich länger als ein 10 km Lauf. Und dieses Mittelding empfinde ich als echt anstrengend. Aber dennoch liebe ich es. Was gerade ein riesiges Argument für die Vorbereitung auf einen Halbmarathon ist, ist die Tatsache, dass ich dann keine 30er machen muss. Denn für die langen Läufe fehlt mir aktuell gerade die mentale Kraft. Ich bewundere die „Kilometerfresser“ und Ultraläufer für ihr Ausdauervermögen. Vielleicht komme ich da auch nochmal hin. Aber jetzt gerade bin ich noch nicht in diesem Langlauf-Modus. Zu sehr dominiert in mir noch das Verlangen nach Abwechslung im Training. 

Zum Thema Ernährung möchte ich auch noch kurz ein kleines Update geben. Seit August 2019 esse ich kein Fleisch und Fisch mehr. Und den Verzehr von tierischen Produkten habe ich sehr eingeschränkt. Das heißt nicht, dass ich mich vegan ernähre. Ich esse Eier vom Bauern neben an und ein paar Ziegen-, Schafs- und Kuhmilchprodukte. Diese Entwicklung ist eher intuitiv entstanden und ich würde meinen Kunden nicht unbedingt diese Ernährungsform ans Herz legen. Klingt paradox, oder? Ich bin gerade für mich selbst in einer Art Erprobungsphase und fühle, was diese Form der Ernährung mit mir macht. Ich habe ein Fortbildungsmodul begonnen zum Thema Vegane Sporternährung. Warum? Ich denke, dass dies immer mehr ein Thema sein wird und es nicht gut ist einfach den Standpunkt zu vertreten, dass vegane Ernährung gar nicht geht und schlecht ist. Auf der anderen Seite möchte ich mich klar von den teils recht radikalen Veganern distanzieren. Ich denke, dass man tierische Produkte einfach viel bewusster, kontrollierter und in besserer Qualität verzehren sollte. Für die Tiere, den allgemeinen ökologischen Kontext und auch für einen selbst. Denn ich bin der Meinung, dass das Essen was du isst, dich nicht nur mit Kalorien und Mikronährstoffen versorgt, sondern darüber hinaus auch eine „feinstoffliche“ Energie mitliefert. Und ein Tier, das unter den widrigsten Bedingungen gelebt hat, wird dir mit Sicherheit keine positive Lebensenergie mitliefern. So viel zu den aktuellen Gedanken, die ich zum Thema Ernährung habe. Hierzu werde ich sicher noch öfters mal was schreiben. An dieser Stelle soll es aber reichen. Also, ich bin zurück im Training. Ich habe ein Ziel. Den Timmendorfer Halbmarathon am 22.3.20. Und mal schauen, was sich daraus noch entwickelt. Ich habe noch ein paar andere Ideen, die durch die Windungen meines Hirnchen wabern. Nun möchte ich dir noch einen kleinen Einblick in mein heutiges Training geben. Bis bald!


Schön, dass du mehr Informationen und mehr Input von mir erhalten möchtest. Ich werde hier regelmäßig aus meinem Alltag berichten, sowie über die Themen Ernährung, Training, Entspannung und Motivation. 

Bis dahin bleib gesund und motiviert!

Schön, dass du da bist. :)

 

Marion Fladda
"Es ist die Summe der einzelnen Schritte, die dich an dein Ziel bringt."